Sonderlehrgang KKS vom 25.-27.04.08

KKS im DLRG Landesverband – zeigt aus welchem "Stoff" Ausbilder und Übungsleiter gemacht werden

 

Der diesjährige  KKS-Sonderlehrgang stand unter dem Motto:

  • Springen im Flachwasserbereich bis hin zum Turmspringen
  • Anfängerschwimmen in angewandter Praxis in Form von ausgesuchten Beispielen aus Wassergewöhnung – Wasserbewältigung – Wassersicherheit, Aufsicht– und Sorgfaltspflicht / Versicherungen in Form von Fallbeispielen, die gemeinsam mit den Lehrgangsteilnehmern aufgearbeitet wurden.
  • Gruppendynamische Aspekte – oder der Umgang des Übungsleiters mit Schwimmkindern aus psychologischer Sicht

 

Diese Themen bilden die Synthese eines  guten Übungsleiter im Anfängerschwimmen / Schwimmen.

 

Der  4. Sonderlehrgang mit 43 Teilnehmern aus dem DLRG – LV – Rheinland-Pfalz  und zwei Teilnehmerinnen aus dem LV Hamburg, konnte wieder in der Bundeswehrkaserne in Koblenz durchgeführt werden.

Unterkunft, Verpflegung und Seminarraum waren in der Gneisenaukaserne; der praktische Teil des Lehrgangs fand im Hallenbad der Falckensteinkaserne statt.

 

Zielgruppe waren,  wie bei jedem KKS-Sonderlehrgang, Übungsleiter/Innen ab dem 13. Lebensjahr im Bereich Anfängerschwimmen / Schwimmen, die in ihrer DLRG Ortsgruppe am Beckenrand stehen, um Kindern und Jugendlichen das Schwimmen beizubringen.

 

Der Ausbilder / Übungsleiter  beschäftigt sich während eines Anfängerschwimmkurses weitgehend mit den Einwirkungen des Wassers auf den menschlichen Körper, dem Schluckreflex, Lidschutzreflex, Kopfstellreflex und lehrt seine  Schwimmkinder diese Faktoren beherrschen zu lernen.

 

Inhalte  in Teilbereichen, die den Teilnehmern näher gebracht wurden, waren und

entsprechend gliedert sich der Weg zum Schwimmen lernen in drei große Abschnitte:

 

  1. Wassergewöhnung
  2. Wasserbewältigung
  3. Wassersicherheit

 

Am Anfang des Anfängerschwimmens steht die Wassergewöhnung, geht über in die Wasserbewältigung und mündet in die Wassersicherheit.

 

Dies bedeutet:

Die Wasserbewältigung  beginnt da wo die Wasserscheue überwunden ist, das Kind angstfrei tauchen kann  und geht über in das Beherrschen des Wassers, d.h. sich selbständig ohne fremde Hilfe und Bodenberührung im Wasser vorwärts zu bewegen.

Ein Leitsatz  sagt:   „Tauchen ist das Tor zum Schwimmen“
Das Ziel ist die Wassersicherheit.

 

Folgende  Aspekte wurden den Teilnehmern in diesen Teilbereichen  vermittelt:

  1. Dr. Schreiber –Springen im Flachwasserbereich bis hin zum Turmspringen - zeigte die Vielfalt der Möglichkeiten, sich im Wasserspringen zu üben.
  1. Karl Ernst Christmann und Jutta Moog, konnten die Teilnehmer am Sonntag von gut strukturierten Übungen in der Wassergewöhnung, bis hin zur Wassersicherheit überzeugen, wie ein Anfängerschwimmkurs aufgegliedert sein sollte;
  1. mit dem Ziel einen Nichtschwimmer  zum Schwimmer auszubilden.
  1. In Form von Fallbeispielen wurden den Teilnehmern die rechtlichen Aspekte  durch Jutta Moog in sehr anschaulicher Weise
  1. und die ebenso wichtigen wie interessanten gruppendynamischen  Prozesse, aus Sicht des Psychologen Franz Josef Euteneuer verdeutlicht.

 

Fazit der Ausbildung und  Leitgedanke:

„Kinder zeigen uns gerne was sie können; sie tun es  dann, wenn sie glauben, dass und wann  es für sie der richtige Moment ist, dies zu zeigen„

 

Ohne Druck in angepassten Schritten, gelangt der Ausbilder an das für  den  Nichtschwimmer  gesetzte Ziel, das da heißt:

das Wasser lieben und mit Spaß  schwimmen lernen!

 

In diesem Sinne, bilden wir  weiter Nichtschwimmer zu Schwimmern und Schwimmer zu Rettungsschwimmer aus.

 

Der Termin für den nächsten  Sonderlehrgang  2009 steht schon fest.

Eure

Jutta Moog