Aktuelles Thema

22.07.2016 Freitag

SWR Beitrag zu den Gefahren beim Schwimmen im Rhein


Online-Beitrag der SWR Sendung Zur Sache! Rheinland-Pfalz mehr


DLRG Aktuell

Download & Übersetzungen Baderegeln (pdf-Dateien)

Druckfähige Vorlagen, Plakate, Flyer mit den Baderegeln in vier Sprachen (Französisch, Englisch, Arabisch und Deutsch) als Download
Die Bundesebene informiert: Durch die Zuwanderung von Flüchtlingen nach Europa, u. a. auch nach Deutschland, hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) große Sorge, wie unsere neuen Mitbürger mit dem Thema „Erlebnisraum Wasser“... mehr

DLRG Wasserrettungszug Rhein-Hunsrück im Einsatz

S2 Lage und ETB für TEL RHEIN-HUNSRÜCK abgestellt
Die Schadenslage in Oberweselbach /Bacharach stellte sich mit einem entgleisten Regio-Express mit 9 zu betreuenden Personen u. einem Schwerverletzten dar. Die Gefahrenlage bestand im Raum Kümdchen der Verbandsgemeinde Simmern mit noch weiter... mehr

Aus dem Landesverband

Landestagung der DLRG Rheinland-Pfalz

Am 21 Mai 2016 fand in der Stadthalle in Ransbach-Baumbach die alle vier Jahre stattfindende Landestagung des DLRG Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V. statt. Die gut besuchte Tagung war geprägt von vielen Ehrungen und Neuwahlen des Präsidiums.
Wie jede große nationale Organisation, so werden auch in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im meist jährlichen Turnus überregionale Tagungen durchgeführt. In diesem Fall die Landestagung des DLRG Landesverbandes Rheinland-Pfalz... mehr

DLRG Landesverbands-Ratstagung vom 21. November 2015

Horst Kreutzlücken umgeben vom Präsident Ralf Bogler und Vize-Präsident Gehard Scholz

Ehrung für Horst Kreutzlücken
Am Samstag, den 21. November 2015 fand die alljährliche Rats-Tagung des DRLG Landesverbandes Rheinland-Pfalz in den DLRG eigenen Bildungszentrum in Lehmen statt. Der Präsident Ralf Bogler freute sich, die aus ganz Rheinland-Pfalz anwesenden... mehr

Ausbildung & Co

Strömungsretter aus Rheinland-Pfalz auf Rafting-Weiterbildung in Tirol

Rund 10 Strömungsretter aus den Bezirken Nahe-Hunsrück, Rhein-Mosel und Westerwald-Taunus fanden sich vom 20. bis 22. Mai 2016 zu einer Rafting-Fortbildung des Bildungswerks in Kössen (Tirol) auf der Tiroler Ache zusammen.
Die Tiroler Ache ist ein Wildwasserfluss, der durch die Chiemgauer Berge verläuft und von bizarre Felsformationen links und rechts des Flusses flankiert wird. Die Ache ist ein landschaftlich sehr reizvolles, aber auch anspruchsvolles Wildwasser... mehr

Lehrgangsprogramm 2016 ist da

Lehrgangsprogrammm 2016.

Die DLRG-Bundesebene hat das Lehrgangsprogramm für 2016 veröffentlicht.
Die DLRG-Bundesebene hat das Lehrgangsprogramm-Heft für das Jahr 2016 veröffentlicht.Es ist hier als Download zu bekommen. Das Programm umfasst alle Bildungsangebote der Bundesebene aus alle Ressorts und Themenbreichen. Zusätzlich gibt es die mehr


Spendenkonto

Volksbank RheinAhrEifel e.G. -  IBAN: DE 77 5776 1591 0001 130803 - BIC: GENODED 1BNA


 

 

Einsatztagebuch

So, 17.07.2016

Absicherung Stromschwimmschule Cubalido

Einsatzkräfte der DLRG Bad Salzig und Kaub-Loreley sichern die Teilnehmer der Stromschwimmschule Cubalido ab
(Quelle: Rhein-Zeitung/Foto: Andreas Jöckel) Am 17.07.2016 sicherte der Bootstrupp der DLRG Bad Salzig gemeinsam mit der DLRG Kaub-Loreley eine Veranstaltung der Stromschwimmschule "Cubalido" in Kaub ab. Hierbei schwammen rund 20 Teilnehmer eine... mehr

Do, 14.07.2016

Einsatz mit Ortungshund

Am 14.07.2016, gg. 16:00 Uhr, wurde durch die MP-Station Baumholder die Rettungshundestaffel der DLRG kontaktiert. In den Kellergewölben eines Wohnblocks im US-Areal wurde bei Abrissarbeiten... mehr

Di, 12.07.2016

Personensuche

Die Rettungshundestaffel wurde gegen 23:30 Uhr durch die Polizeiinspektion Baumholder angefordert. Bei Eintreffen am Einsatzort kehrt Kind nach Hause zurück. Im Einsatz waren Polizei, MP,... mehr

Sa, 09.07.2016

Moselschwimmen Koblenz

Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen am 32. Moselschwimmen der DLRG Koblenz teil (Quelle: DLRG) Die DLRG Ortsgruppe Bad Salzig unterstützte die DLRG Koblenz bei der Absicherung des 32. Moselschwimmens zwischen Koblenz-Güls und Koblenz-Metternich mit einem Bootstrupp. Insgesamt sicherten 6... mehr

Sa, 09.07.2016

Schnittverletzung während dem Wachdienst

Während des Wachdienstes am Badegewässer Schlicht, hörte eine Fußstreife in der Nähe des Kioskes einen lauten Knall und danach Schreie einer Person. Beim Näherkommen stellte sich heraus das sich... mehr

Mo, 04.07.2016

Person vom Schiff gefallen

Einsatzstelle Um 01:09 Uhr ging ein Notruf bei der Rettungsleitstelle Ludwigshafen ein dass ein Mann eines Fahrgastschiffes über Bord gegangen ist. Danach ist die Person aus den Augen der Schiffsbesatzung... mehr

Mo, 04.07.2016

Person im Wasser

Nach dem Slippen wurde Richtung Luitpoldhafen verlegt und dabei die Uferbereiche, sowie der Strom selbst und besondere Stellen abgesucht. Kurz vor Ankunft am Luitpoldhafen wurde das... mehr

Sa, 02.07.2016

Rhein in Flammen Bingen

Rettungsboote der DLRG in Bereitstellung für den Einsatz (Quelle: DLRG/Gras) Der Bootstrupp der DLRG Bad Salzig wurde zur Absicherung der Veranstaltung Rhein in Flammen in Bingen angefordert. Im Rahmen dieser Veranstaltung befährt ein Konvoi von über 50 Fahrgastschiffen... mehr

Gesucht wird: Katharina, fünf Jahre, braune Haare – DLRG’ler aus Oppenheim sichern Badespaß auf Nordseeinsel ab

Die Mutter ist völlig aufgelöst. Sie weint und bringt nur unter Schluchzen die Beschreibung ihrer Tochter hervor. Erich Maack beruhigt sie: “Setzten sie sich doch kurz hin. Wir finden ihre Tochter sicherlich wieder”. Erich Maack ist Wachleiter der DLRG auf Langeoog und das schon seit etlichen Jahren. Schnell und umsichtig koordiniert er die Suche. “Wo haben sie ihre Tochter denn das letzte Mal gesehen, wann war das. Was hat sie an?” Die Mutter fasst sich und beantwortet die Fragen.

Katharina nach vier Minuten gefunden

Gudrun Maack, ebenfalls Wachleiterin, informiert die Strandbesatzung per Funk: “Langeoog 02 und 21 von Langeoog 01. Gesucht wird: Katharina, fünf Jahre, braune Haare, trägt eine gelbe Mütze mit rotem Schriftzug ‘Katharina’. Kommen ob verstanden”. Die Kameraden haben verstanden, eine Rettungsschwimmerin sucht die Wasserkante ab, ein zweiter sucht vom Bohlenweg aus. Mit Ferngläsern wird von den Wachtürmen aus der Strand gescannt. Nach vier Minuten die Rückmeldung, dass das Kind gesichtet wurde. Sie ist verschüchtert, weil sie sich verlaufen hatte, aber sonst wohl auf. Die Mutter beginnt wieder zu weinen, diesmal aus Erleichterung.

Geniale Idee: Die DLRG “Suchbänder”

“Das ist die dritte Kindersuche heute. Für die Kinder sieht der Strand überall gleich aus, sie verlieren die Orientierung. Deshalb können Gäste ihre Kinder über Suchbänder registrieren lassen. Die Bänder haben eingeprägte Nummern, für die wir dann die Handynummern der Eltern hinterlegen. Meistens gehen aber die Kinder ohne Suchband verloren”, erklärt Rettungsschwimmerin Ulla Niemann.

Ulla Niemann und Marina Ulrich kommen von der DLRG Ortsgruppe Oppenheim. Dort sind beide schon seit vielen Jahren aktiv. Ulla Niemann ist Leiterin Ausbildung, Marina Ulrich will ihr Engagement im Bereich Sanitätswesen ausbauen. Gemeinsam machen sie 14 Tage ehrenamtlich Wasserrettungdienst auf der ostfriesischen Insel. “Wir haben uns Urlaub genommen und sind zwölf Stunden mit dem Zug hierher unterwegs gewesen. Bis jetzt haben wir in erster Linie kleine Erste-Hilfe-Fälle gehabt, aber auch einige heftige Situationen”, zieht Marina Ulrich nach zehn Tagen eine Zwischenbilanz.

Schulter durch Welle ausgekugelt

Für viel Aufsehen hatte an einem gut besuchten Sonntag ein Hubschraubereinsatz gesorgt. “Eine junge Frau war von einer Welle so zu Boden geschmettert worden, dass sie sich die Schulter ausgekugelt hatte. Sie hatte solche Schmerzen, dass sie noch auf dem Strand teilnarkotisiert werden musste. Wir haben dann den Strand soweit gesperrt, dass der Rettungshubschrauber landen konnte. Der Hubschrauber hat den Sand aufgewirbelt. Wenn man da zu nah dran ist, wird man gesandstrahlt“, erinnert sich Ulla Niemann, die an dem Tag die Wachleitung hatte. Parallel zu dem Einsatz war dann noch ein Heuler an den Strand gespült worden. “Die Leute wollen dann alle gucken, und manche haben sogar gefragt, ob der Hubschrauber wegen des Seehunds da war. Wenn man gleichzeitig zwei solche Einsätze koordinieren muss, ist das nicht sehr hilfreich”.

Ein Heuler am Strand

Marina Ulrich und Kollegen haben mit einem Megafon versucht, die Leute vom Heuler fernzuhalten. “Wichtig ist, dass der Heuler in Ruhe liegen kann, bis seine Mutter ihn wieder abholt. Nicht anfassen, 300 Meter Abstand halten. Das steht auch überall auf den Schildern”, schüttelt Marina Ulrich den Kopf.

Nur den Kopf schütteln konnten die Rettungsschwimmer auch über einen 42-Jährigen, der bei Flut raus zu einer Sandbank schwimmen wollte. Als er da ankam war diese aber schon überspült. Stehen konnte er da nicht mehr. “Zum Glück ist er uns schon beim Rausschwimnen aufgefallen. Und wir haben ein Rettungsschwimmer mit Brett hinterhergeschickt”. Rettungsschwimmer Robert Pfeifer und auch Ulla Niemann hatten nach dem Kampf gegen Wellen und Strömung dann auch ordentlich Muskelkater.

Im Urlaub Wachdienst schieben

Wieso machen die DLRGler in ihrem Urlaub Wachdienst? “Es ist eine gute Möglichkeit, Einsatzerfahrung zu sammeln. Und gerade für Schüler und Studenten ist es eine preisgünstige Variante, auf eine Insel zu kommen”, erklärt Marina Ulrich.

Die Anreisekosten werden ab 14 Tagen Wasserrettungsdienst voll übernommen. Einen Verpflegungszuschuss gibt es auch. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 16 Jahren und das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber. Die Abschnittsleiter vor Ort freuen sich aber auch über höhere Qualifikationen, wie Strömungsretter, Sanitäter oder Bootsführer.

Ausbildung in den Ortsgruppen

“Die Ausbildung hierfür kann man bei uns in der Ortsgruppe machen. Wir wollen durch unseren Einsatz andere motivieren, sich auch beim Zentralen Wasserrettungsdienst Küste zu engagieren – und auch generell in der DLRG. Das ist eine tolle Erfahrung und ein gutes Team”, ergänzt Ulla Niemann während sie einen Muschelsplitter aus dem Fuß eines Jungen zieht, die Wunde säubert und verbindet.

“Wir haben viele nette Leute kennen gelernt und konnten oft helfen. Sand brauch ich aber dann die nächste Zeit nicht mehr”, lacht Marina Ulrich und geht mit Rettungsboje wieder auf Streife.

Text: Ulla Niemann

DLRG-Sommerbilanz: 306 Menschen ertrunken - in Rheinland-Pfalz waren es 10

Von Januar bis Mitte August 2014 sind in deutschen Gewässern 306 Menschen ertrunken. Im Juli dieses Jahres kamen allein 95 Männer, Frauen und Kinder ums Leben.

Die Hitzewelle im Juli hat dazu beigetragen, dass in diesem Zeitraum so viele Menschen ertranken. „Leichtsinniges Verhalten, Unkenntnis über die lokalen Gefahren, Selbstüberschätzung und das Missachten von Warnhinweisen wie der roten Badeverbotsflagge sind wesentliche Ursachen der tödlichen Unfälle gewesen“, zieht DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje eine erste Sicherheitsbilanz. „Als Folge dieses Verhaltens mussten unsere Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer zum Teil unter Einsatz ihres eigenen Lebens sehr viele Menschen vor dem Ertrinken retten. Allein an den Küsten haben sie über 50 Leben bewahrt“, so Hatje weiter. Insgesamt gingen aber im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum die tödlichen Wasserunfälle um 55 oder 15,2% zurück.

Die meisten in Binnengewässern

236 Menschen kamen in Binnengewässern ums Leben. Mit 77% aller Todesfälle durch Ertrinken  sind Flüsse (112), Seen (109) und Kanäle (15) weiterhin die gefährlichsten Gewässertypen. „Die meisten Uferzonen sind nicht bewacht, deshalb ist das Risiko dort zu ertrinken, besonders hoch“, warnt der DLRG-Präsident vor zu viel Leichtsinn. 28 Männer, Frauen und Kinder kamen in Nord- und Ostsee ums Leben. Das sind bereits jetzt zwei Opfer mehr als im gesamten Vorjahr. Als eine Ursache nennt die DLRG außergewöhnlich starke Winde über mehrere Wochen aus östlicher Richtung, die zu gefährlichen Unterströmungen in der Ostsee führten. In Schwimmbädern ertranken 14 Menschen, jeweils fünf kamen in Gartenteichen und privaten Swimmingpools, im Gräben und Hafenbecken um. 13 weitere Personen ertranken an anderen Orten, wie Wasserkraftanlagen, Regenrückhaltebecken, Springbrunnen, Abwasserschacht oder in der Jauchegrube.

Die Hälfte 50 Jahre und älter

52,7% der Opfer waren 50 Jahre und älter. Damit setzt sich der Trend fort, dass vor allem ältere Menschen gefährdet sind. Allein 65 Männer und Frauen im Alter zwischen 66 und 80 Jahren ertranken in Binnen- und Küstengewässern zwischen Januar und Mitte August. Die Zahl der Opfer im Kindesalter sank hingegen auf 19, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres 32 Kinder zwischen Null und 15 Jahren vor allem in Gartenteichen und privaten Swimmingpools, in Schwimmbädern oder Gewässern in der Nähe der elterlichen Wohnung ums Leben kamen. „Unsere vorbeugenden Maßnahmen zur Wassersicherheit für Kinder wie das DLRG-NIVEA-Kindergarten-Projekt und die Strandfesttourneen haben eine positive Wirkung“, sieht Hans-Hubert Hatje in der frühkindlichen Aufklärung einen wichtigen Ansatzpunkt zur Vorbeugung gegen Wasserunfälle.

Keine neuen Erkenntnisse gibt es im Geschlechterverhältnis: Von den 306 Todesopfern waren 80% männlich und 20% weiblich. Am meisten gefährdet sind Männer über 50 Jahre.

60 Personen ertranken 2014 in bayerischen Flüssen und Seen, gefolgt von Baden-Württemberg (40) und Nordrhein-Westfalen mit 39 Opfern. 33 Todesfälle gab es in Niedersachsen, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit jeweils 23 Ertrunkenen. Das sicherste Bundesland ist wieder das Saarland. Dort starben zwei Menschen, drei Personen kamen in Bremen und Thüringen um und vier in Hamburg. In ostdeutschen Gewässern haben 70 Männer, Frauen und Kinder ihr Leben verloren, in Westdeutschland waren es 236. Im West-Ost-Vergleich gibt es deutliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Opfer in den östlichen Bundesländern sank von 28 auf 22,9%.

Hier die Zahlen aus Rheinland-Pfalz

 

Nach Monaten
MonatAnzahl
Januar2
Februar0
März1
April0
Mai1
Juni2
Juli1
August3
Nach Geschlecht
GeschlechtAnzahl
Weiblich1
Männlich8
Unbekannt1
Nach Alter
AltersgruppeAnzahl
0-5 Jahre0
6-10 Jahre0
11-15 Jahre1
16-20 Jahre3
21-25 Jahre1
26-30 Jahre0
31-35 Jahre0
36-40 Jahre0
41-45 Jahre0
46-50 Jahre0
51-55 Jahre1
56-60 Jahre0
61-65 Jahre0
66-70 Jahre 0
71-75 Jahre1
76-80 Jahre1
81-85 Jahre0
86-90 Jahre0
über 90 Jahre0
nicht bekannt2
Nach Ertrinkungsort
OrtAnzahl
Bach0
Fluss6
Diverse0
Gartenteich/Swimmingpool0
Graben0
Hafen/Hafenbecken0
Kanal0
Schwimmbad0
See/Teich4