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Strömungsrettung in Rheinland-Pfalz

Oft taucht die Frage auf, was eigentlich Überschwemmungen und Flutkatastrophen mit der Strömungs- oder Wildwasserrettung zu tun haben? Sehr viel sogar! Ein bislang ruhiger Bach oder Fluss kann bei einem Unwetter schnell zu einem reißenden Gewässer werden, in dem ein klassischer Motorrettungsboot-Einsatz (MRB-Einsatz) nicht mehr möglich ist. In verschmutztem, mit Treibgut und versteckten Gefahren durchsetztem Gewässer kann (und darf) auch kein Rettungsschwimmer mehr eingesetzt werden.

Angelehnt an den amerikanischen Swiftwater Rescue Technician (SRT) ist seit 2006 der DLRG-Strömungsretter (SR) als Einsatzkomponente ein auf stark strömende Gewässer, Wildwasser und Hochwasser spezialisierte Einsatzkraft . Er wird grundsätzlich im Team eingesetzt und ist durch eine spezielle Schutzausrüstung vor den besonderen Gefahren in Flüssen und Überschwemmungsgebieten geschützt.

Die DLRG Strömungsretter – als spezialisierte Wasserretter für fließende Gewässer und Überschwemmungsgebiete – stellen im Verbund der Einsatzkräfte eine wertvolle Ergänzung dar. Sie werden u.a. im Einsatz einer SEG (z.B. Rettung und Suche an Kleinflüssen), als Absicherung an Wildwasserstrecken, bis hin zu seilgestützten Evakuierungen im Hochwasser eingesetzt. Sie können als separate Fachgruppen, als Teile einer SEG oder Teilkomponenten eines Wasserrettungszugs alarmiert werden.

Der Einsatz als Strömungsretter stellt hohe Anforderungen an diese Einsatzkräfte, die über die normalen Fertigkeiten der Wasserrettungsausbildung hinausgehen. Deshalb wurde eine Reihe von bundeseinheitlichen Lehrgängen und Prüfungen geschaffen, die der Vorbereitung auf die Tätigkeiten als Strömungsretter dienen. Bei Lehrgängen oder Modulen mit praktischen Anteilen im Freigewässer wird die körperliche Fitness des Teilnehmers vorausgesetzt und am Anfang abgeprüft.

Die Einsatzkräfte im Bereich Strömungsrettung sind erst nach Erwerb der Grundstufe Strömungsretter 1 einsatzfähig und haben jährlich die Einsatzfähigkeit nachzuweisen. Die DLRG Strömungsretter nutzen seiltechnische Standardverfahren für die wichtigsten Einsatzoptionen:

  • Abseilen zum Erreichen einer schwer zugänglichen Einsatzstelle
  • Schräghangrettung zum Transport eines Patienten in schwierigem Gelände
  • Flachseilbrücke zur Nutzung als Sicherungsseil, Auffanglinie oder Bau einer Raftfähre über ein Fließgewässer

Für spezielle Evakuierungssituationen gibt es für die Strömungsretter nach der neuen Prüfungsordnung PO 10 einen zusätzlichen Ausbildungsgang „Evakuierung“. Hier werden die komplexeren seiltechnischen Standards entsprechend gründlich ausgebildet. Zudem kann das zusätzliche Modul Absturzsicherung analog zur vorhandenen DGUV-Richtlinie belegt werden. Hierdurch erlangt der zukünftige Strömungsrettungs-Techniker (SRT) am Ende eine sehr intensive Ausbildung, die ihm eine entsprechende Qualifikation und Handhabungssicherheit in der Seiltechnik gibt.

Die erweiterten Seiltechniken für die Evakuierungen sind:

  • Schrägseil-, Hochseil und Vertikalrettung zur Evakuierung von Patienten aus Gebäuden in überfluteten Gebieten

Vor dem Hintergrund, dass auf dem Gebiet der Vertikalrettung schon kleine Fehler zu schweren bis tödlichen Verletzungen führen, werden deshalb in der Prüfungsordnung und die Ausbildungsvorschrift eine entsprechende Ausbildungstiefe vorgegeben!

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